FORSCHUNGSPAVILLON

Bauherr: TU Berlin, FG gte

Standort: Berlin

Architekt: Arda Karasu, Claus Steffan

Energiekonzept: Arda Karasu, Martin Buchholz

BGF: 54 m²

Budget: 100T €

Stand: gebaut

Der Pavillon hat ein neuartiges klimatisches Konzept, das an der TU Berlin, FG Gebäudetechnik- und Entwerfen entwickelt wurde. Warme und feuchte Luft aus einem Dach- oder Fassadengewächshaus wird dabei mit Hilfe einer hygroskopischen Salzlösung getrocknet. Durch den hierbei ablaufenden Phasenwechsel von Wasserdampf zu Wasser wird Wärme frei. Diese kann genutzt werden, um das anliegende Gebäude im Winter direkt zu beheizen. Alternativ kann an strahlungsreichen Tagen auch Wärme in der Salzlösung abgeführt und gespeichert werden um zeitversetzt in der Nacht und an Folgetagen zur Beheizung des Gebäudes eingesetzt zu werden. Im Sommer kann das Gebäude durch das gleiche Klimagerät über Verdunstungskühlung klimatisiert werden. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, ein Gebäude ausreichend geschlossen zu halten und somit die Fensterlüftung zu ersetzen, insbesondere um Lärmschutzvorgaben einzuhalten.

Diesem System folgend besteht das Objekt aus einem Gebäudeteil (Container: 2,4 * 6 m) und einem darum angeordneten Gewächshausteil (6 * 9 m). Der Container ist ein Standartcontainer mit einer vollverglasten Frontfassade. Das Glasgewächshaus hat eine Fläche 54 m2 und Höhe von 3,68 m. Das Tragwerk besteht aus einer Alu-Rahmenkonstruktion. Detaillierte Informationen der Konstruktion finden Sie in der Anlage für Standsichereitsnachweise. Die Fassaden bestehen aus Doppelfachverglasung mit 14mm Stärke (4-6-4) und das Dach aus Verbundsichereitsglas (6-6-4).

Der Eingang befindet sich an der Stirnseite (Ost) des Gewächshauses zwischen Achsen C-D. Die abschließbare Schiebetür ist genügend breit für eine-n RollstuhlfahrerIn. Der Eingang des schräg im Gewächshaus stehenden Containers befindet sich direkt gegenüber dem Eingang des Gewächshauses. Der Bereich zwischen beiden Eingängen ist ca 2m breit und ermöglicht einen freien Erschließungsraum. Im Eingangsbereich besteht die Möglichkeit entweder direkt in den Container herein zu gehen oder den Platz hinter dem Container zu besuchen. Dieser Platz (max. und minimale Breite: 2m-1m) und der Innenraum des Containers wird für Ausstellungszwecken benutzt.

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