BAUEN MIT KLIMAHÜLLEN

in Dahlewitz-Brandenburg, 2013

auf der TU Campus, Berlin, 2013-15

bei Ideenpark, Essen, 2012

Fragen zur Gebäudeklimatisierung mit den Aspekten Heizen, Kühlen, Lüften und Solarenergienutzung werden hier aufgegriffen und mit Aspekten des Lärmschutzes in Beziehung gesetzt. Beim Öffnen von Fenstern geht im Winter beispielsweise Wärme verloren und es dringt Lärm ein. Im Sommer muss zur Kühlung viel gelüftet werden, aber auch hier besteht das Lärmproblem.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein neuartiges klimatisches Konzept. Warme und feuchte Luft aus einem Dach- oder Fassadengewächshaus wird dabei mit Hilfe einer hygroskopischen Salzlösung getrocknet. Durch den hierbei ablaufenden Phasenwechsel von Wasserdampf zu Wasser wird Wärme frei. Diese kann genutzt werden, um das anliegende Gebäude im Winter direkt zu beheizen. Alternativ kann an strahlungsreichen Tagen auch Wärme in der Salzlösung abgeführt und gespeichert werden, um zeitversetzt in der Nacht und an Folgetagen zur Beheizung des Gebäudes eingesetzt zu werden. Im Sommer kann das Gebäude durch das gleiche Klimagerät über Verdunstungskühlung klimatisiert werden.

Das Thema Klimahüllen erschließt sich somit aus mehreren Funktionen: Energiegewinnung durch das Gewächshaus, Kühlung und Wärmerückgewinnung im Gebäude, Erhöhung des Wohnwertes sowie Lärm- und Immissionsschutz durch geregelte Lüftung und durch den mechanischen Schutz der Klimahülle. Weiterhin besteht die Möglichkeit des Einsatzes für den urbanen Gartenbau. Diesem System folgend besteht der Pavillon aus einem Gebäudeteil und einem darum angeordneten Gewächshaus. Neben einer Posterausstellung zur Technik und deren Einsatz in beispielhaften Architekturentwürfen wird das Watergy Klimagerät vorgeführt

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